Ausgabe April 2026
AUSZUG AUS DEM INHALT:
BRENNPUNKT
Sicherheit für jede Lebenslage
Pflegeeinrichtungen stellen besondere Anforderungen an den Brandschutz. Nicht das Brandrisiko selbst ist entscheidend, sondern die eingeschränkte Selbstrettungsfähigkeit vieler Bewohner. Von der baulichen Brandabschnittsbildung über anlagentechnische Maßnahmen bis hin zu klaren Alarm- und Evakuierungsabläufen: Nur eine konsequent geplante und gelebte Brandschutzorganisation schützt Bewohner zuverlässig – auch bei reduzierter Personalstärke oder im Nachtbetrieb.
AUS DER PRAXIS
Brandschutz aktiv leben
Brandschutz im Betrieb ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein laufender Prozess. Von Begehungen über Schulungen bis zur Kontrolle von Lagerräumen – nur wer aktiv handelt, schützt Mitarbeiter, Gebäude und Werte. Welche Maßnahmen sind unverzichtbar und wie können sie rechtssicher umgesetzt werden.
TECHNIK IN DER BRANDBEKÄMPFUNG
Von Gas zu VR: Brandschutztraining heute
Die praktische Ausbildung von Brandschutzhelfern erfolgt heute über verschiedene Trainingssysteme – von gasbetriebenen Löschtrainern über digitale Brandpanels bis hin zu VR- und AR-Lösungen. Aktuelle Regelwerke zeigen, wo digitale und virtuelle Systeme sinnvoll eingesetzt werden können und wie moderne Technik die klassische Ausbildung ergänzt.
AUFKLÄRUNG UND UNTERWEISUNG
Verbot von PFAS in Schaumlöschmitteln
Der Einsatz PFAS-haltiger Schaumlöschmittel wird schrittweise verboten – mit weitreichenden Folgen für Betreiber, Verantwortliche und Versicherungen. Der Beitrag ordnet die Hintergründe der Regulierung ein, zeigt die geltenden Übergangsfristen auf und erklärt, warum Unternehmen gut beraten sind, frühzeitig auf fluorfreie Alternativen umzusteigen. Dabei wird deutlich: Der Ausstieg aus PFAS ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch eine Frage von Umweltverantwortung, Haftungsminimierung und zukunftssicherem Brandschutz.
HISTORIK
Die Feuerspritzen-Fabrik Louis Tidow in Hannover
In vergangenen Zeiten war bei der Brandbekämpfung Muskelkraft gefragt. Handdruckspritzen waren von dazu verpflichteten Männern zu den Einsatzorten zu bringen und in Betrieb zu nehmen. Da war Manpower gefragt, worauf stets bei den Einteilungen der Mannschaften Rücksicht genommen wurde. In diesem Beitrag sollen Geheimnisse um eine der führenden Feuerspritzenfabriken in Deutschland, Louis Tidow in Hannover, gelüftet werden.
RECHTSSICHERHEIT UND VERANTWORTUNG
Sie haben Fragen? Wir die Antworten!
Versicherungsschutz im Homeoffice, Gebühren für Feuerwehreinsätze nach fahrlässig verursachten Bränden sowie Aufklärungs- und Mitwirkungspflichten von Versicherungsnehmern nach einem Schadensfall stehen im Mittelpunkt aktueller Rechtsprechung.
Liebe Leserinnen und Leser,
Brandschutz beginnt oft mit Technik, Vorschriften und Konzepten und endet im Ernstfall doch immer beim Menschen. Genau hier setzt der Brennpunkt dieser Ausgabe an: der Brandschutz in Pflegeeinrichtungen.
Denn während in vielen Gebäuden die Selbstrettung als selbstverständlich
angenommen wird, ist sie in Pflegeeinrichtungen häufig nur eingeschränkt möglich. Das verändert alles. Hier zählt nicht die schnelle Flucht, sondern eine
gut organisierte Verlagerung in sichere Bereiche und vor allem Abläufe, die in
der Praxis wirklich funktionieren.
Wie wichtig die eigene Beweglichkeit ist, merke ich gerade selbst. Eine kleine
Fußverletzung bremst mich aktuell etwas aus. Nichts Ernstes, aber genug, um
zu merken, wie schnell man auf Unterstützung angewiesen ist. Genau das ist in
Pflegeeinrichtungen Realität.
Umso wichtiger ist ein Brandschutz, der nicht nur geplant, sondern auch gelebt
wird.
Dazu finden Sie wie gewohnt einen vielfältigen Themenmix rund um den
vorbeugenden Brandschutz – praxisnah, fundiert und mit dem Blick fürs
Wesentliche. Schön, dass Sie wieder mit dabei sind.
Mit der neuen Ausgabe unserer Zeitschrift wünsche ich Ihnen viele, wertvolle
Erkenntnisse und freue mich auf Ihr Feedback.
Julia Filp
Redaktion „Der Brandschutzbeauftragte“