AUFKLÄRUNG UND UNTERWEISUNG
Brandschutz beginnt am Ladeplatz
Text: Ruth Bartels | Foto (Header): © Bartels
Kleine Lithium-Handheld-Akkus stehen selten im Mittelpunkt des vorbeugenden Brandschutzes – dabei sind sie in vielen Betrieben zahlreich im Einsatz. Der Beitrag erläutert, worauf Brandschutzbeauftragte bei Gefährdungsbeurteilung, Ladebereichen und Unterweisungen achten sollten.
Auszug aus:
Der Brandschutzbeauftragte
Ausgabe August 2026
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INHALTE DES BEITRAGS
Einleitung: Alltäglich – aber oft unterschätzt
Typische Situationen im Betrieb
Dynamik und Besonderheiten
Typischer Schadensverlauf im Betrieb
Unterweisungen – der entscheidende Hebel
Gestaltung wirksamer Unterweisungen
Gefährdungsbeurteilung als Grundlage für Unterweisungen
Typische Schwachstellen im Betrieb
Analyse und Optimierung eines Ladebereichs
Unterweisungen als Schlüssel zu einem sicheren Umgang
Einleitung: Alltäglich – aber oft unterschätzt
Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem betrieblichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob Akkuschrauber, Messgeräte oder mobile Arbeitsmittel – sie sind fester Bestandteil vieler Arbeitsprozesse. Ihre hohe Energiedichte, Flexibilität und einfache Handhabung machen sie zu einem unverzichtbaren Element moderner Arbeitsumgebungen.
Während große Batteriesysteme – etwa aus Elektrofahrzeugen oder stationären Energiespeichern – zunehmend im Fokus des vorbeugenden Brandschutzes stehen, geraten kleinere Lithium-Handheld-Akkus häufig in den Hintergrund. Genau darin liegt jedoch eine wesentliche Herausforderung. Denn diese Akkus treten nicht vereinzelt auf, sondern in großer Anzahl. Sie werden täglich genutzt, geladen, transportiert und gelagert – oft dezentral und ohne gezielte sicherheitstechnische Betrachtung. Dadurch entstehen Situationen, die im Alltag als normal wahrgenommen werden, tatsächlich aber ein relevantes Gefährdungspotenzial aufweisen. Für Brandschutzbeauftragte ergibt sich daraus die Aufgabe, diese alltäglichen Situationen sichtbar zu machen und insbesondere im Rahmen von Unterweisungen wirksam zu adressieren.
Typische Situationen im Betrieb
In vielen Betrieben entstehen Ladebereiche nicht durch Planung, sondern durch Gewohnheit. Ladegeräte werden dort installiert, wo sie gebraucht werden, und im Laufe der Zeit sammeln sich dort mehr davon an.
Daraus entwickeln sich gewachsene Strukturen, die funktional erscheinen, aber i. d. R. nicht unter sicherheitstechnischen Gesichtspunkten bewertet wurden.
Typischerweise zeigen sich dabei folgende Situationen:
■ mehrere gleichzeitig geladene Akkus
■ geringe Abstände zwischen den Geräten
■ improvisierte Mehrfachsteckdosenlösungen
■ unstrukturierte Kabelführung
■ Nähe zu brennbaren Materialien oder Arbeitsmitteln
Gerade diese gewachsenen Strukturen werden selten hinterfragt, da sie sich im Alltag bewährt haben. Für Mitarbeitende stellen sie keinen auffälligen Zustand dar, sondern eine normale Arbeitssituation.
Genau hier liegt jedoch die Herausforderung für den Brandschutz: Risiken entstehen nicht durch außergewöhnliche Situationen, sondern durch alltägliche Routinen.
Mehrere Akkus werden gleichzeitig und in unmittelbarer Nähe geladen. Die gewachsene Struktur und fehlende Trennung begünstigen im Ereignisfall eine Ausbreitung.
Dynamik und Besonderheiten
Das zentrale Risiko bei Lithium-Ionen-Akkus ist der sog. „Thermal Runaway“, eine sich selbst verstärkende Reaktion innerhalb der Batterie [1].
Auslöser können beispielsweise mechanische Beschädigungen, elektrische Fehlbelastungen oder interne Defekte sein. Entscheidend ist jedoch weniger die konkrete Ursache als die Dynamik des Prozesses. Sobald eine kritische Temperatur erreicht wird, kann sich die Reaktion selbst beschleunigen. Ein wesentliches Merkmal dabei ist, dass die Prozesse zuerst im Inneren des Akkus ablaufen und von außen nur begrenzt wahrgenommen und nicht beeinflusst werden können. Sobald der Akku begonnen hat zu eskalieren, stoßen klassische Löschmaßnahmen an ihre Grenzen. Besonders kritisch ist die Kombination aus hoher Energiedichte und schneller Reaktionsdynamik. Ereignisse können sich innerhalb kurzer Zeit entwickeln, sodass nur wenig Handlungsspielraum bleibt.
Im betrieblichen Umfeld kommt ein weiterer Faktor hinzu: die räumliche Nähe mehrerer Akkus. Wird ein Akku thermisch belastet, können benachbarte Akkus ebenfalls in einen kritischen Zustand geraten. Dadurch besteht die Gefahr einer Kettenreaktion, bei der sich ein einzelnes Ereignis auf mehrere Akkus ausweitet.
Für die Bewertung im Betrieb ist daher nicht nur der einzelne Akku entscheidend, sondern vor allem die Gesamtsituation, in der mehrere Akkus gleichzeitig geladen oder gelagert werden.
Typischer Schadensverlauf im Betrieb
Wie sich ein solches Ereignis im betrieblichen Alltag konkret darstellen kann, zeigt folgendes typische Szenario:
Ein Akku wird wie gewohnt geladen,
obwohl intern bereits ein Defekt vorliegt. Zunächst kommt es zu einer leichten Erwärmung. Diese bleibt im Arbeitsalltag oft unbemerkt – insbesondere dann, wenn mehrere Akkus gleichzeitig geladen werden. Im weiteren Verlauf kann es zu einer plötzlichen Reaktion im Inneren des Akkus kommen. Dabei werden in kurzer Zeit große Mengen an Wärme sowie brennbare Gase freigesetzt. Der Akku kann sich entzünden.
Typischerweise sind Akkus aus einer Vielzahl von einzelnen Batteriezellen aufgebaut. Diese reagieren nacheinander in einer Kettenreaktion. Die dabei entstehenden Reaktionsgase entzünden sich explosionsartig. Der dabei entstehende Explosionsdruck sorgt dafür, dass entweder brennende
bzw. glühende Zellen oder Bruchstücke davon durch die Gegend geschleudert werden. Außerdem entstehen durch die explosionsartig austretenden Gase schweißbrennerartig sehr heiße, lange Flammen. Befinden sich andere Akkus in unmittelbarer Nähe, können diese durch die Hitze ebenfalls betroffen sein. Es kann dazu kommen, dass weitere Akkus zeitversetzt reagieren. Innerhalb kurzer Zeit kann sich so aus einem einzelnen Ereignis eine größere Schadenssituation entwickeln.
Solche Situationen entstehen nicht nur in Ausnahmefällen, sondern können sich grundsätzlich in jedem Betrieb entwickeln, in dem mehrere Akkus parallel geladen oder gelagert werden. Gerade typische Ladeplätze in Werkstätten oder Servicebereichen bieten dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen.
Für die Unterweisung ist dabei entscheidend: Nicht der einzelne Akku stellt das größte Risiko dar, sondern die Kombination aus mehreren Akkus, ihrer Anordnung und der Umgebung, in der sie geladen oder gelagert werden. Genau diese Zusammenhänge
müssen im Betrieb verständlich vermittelt
werden.
Unterweisungen – der entscheidende Hebel
Unterweisungen sind ein zentrales Instrument im Arbeitsschutz. In der Praxis werden sie jedoch häufig als formale Pflicht wahrgenommen. Gerade beim Umgang mit Lithium-Akkus zeigt sich, dass diese Sichtweise zu kurz greift. Mitarbeitende wissen oft, dass Akkus gefährlich sein können – ihr Verhalten im Alltag bleibt jedoch unverändert.
Der Grund liegt darin, dass Risiken nicht abstrakt entstehen, sondern aus konkreten Situationen heraus. Unterweisungen müssen daher mehr leisten als reine Wissensvermittlung. Sie sollten dazu beitragen, die Wahrnehmung für Risiken zu verändern, bestehende Routinen zu hinterfragen und konkrete Handlungssicherheit im Arbeitsalltag zu schaffen. Der entscheidende Aha-Effekt entsteht, wenn Mitarbeitende ihre eigene Arbeitsumgebung plötzlich als potenziell kritisch erkennen.
Gestaltung wirksamer Unterweisungen
Damit Unterweisungen ihre Wirkung entfalten, müssen sie sich eng an den realen Arbeitsbedingungen orientieren. Ein zentraler Ansatz besteht darin, konkrete Situationen aus dem Betrieb in den Mittelpunkt zu stellen. Statt abstrakter Hinweise werden reale Ladebereiche, typische Abläufe und konkrete Beispiele betrachtet. Besonders wirksam ist die aktive Einbindung der Mitarbeitenden. Wenn sie ihre eigenen Arbeitsplätze bewerten, entsteht ein deutlich höheres Verständnis für Risiken.
Unterweisungen sollten darüber hinaus klare und im Alltag umsetzbare Handlungsregeln vermitteln. Dazu gehören insbesondere ausreichende Abstände zwischen einzelnen Akkus in Ladegeräten und zwischen Akkus und brennbaren Materialien, die Verwendung geeigneter Untergründe, der konsequente Verzicht auf beschädigte oder auffällige Akkus sowie die Vermeidung unbeaufsichtigter Ladeprozesse.
Ergänzend ist das Verhalten im Ereignisfall ein wichtiger Bestandteil. Mitarbeitende müssen wissen, wann Abstand erforderlich ist, wie sie reagieren und welche Maßnahmen sinnvoll sind. Entscheidend ist, dass diese Inhalte nicht abstrakt bleiben, sondern konkret auf die jeweilige Arbeitssituation übertragen werden können.
Unterweisungen sollten nicht als einmalige Maßnahme verstanden werden, sondern als kontinuierlicher Lernprozess. In der Praxis zeigt sich, dass Risikobewusstsein selten durch eine einzelne Unterweisung entsteht, sondern sich erst über wiederholte Auseinandersetzung mit konkreten Situationen entwickelt.
Gleichzeitig treten in vielen Betrieben ähnliche Schwächen auf. Unterweisungen sind häufig zu allgemein gehalten und bleiben ohne direkten Bezug zur tatsächlichen Arbeitssituation. Präsentationen stehen im Vordergrund, während konkrete Beispiele aus dem eigenen Betrieb kaum berücksichtigt werden. Dadurch fällt es Mitarbeitenden schwer, die Inhalte auf ihren Arbeitsalltag zu übertragen. Hinzu kommt, dass Unterweisungen oft nicht angepasst werden, obwohl sich Abläufe, Arbeitsmittel oder Rahmenbedingungen im Betrieb verändern. Wirksame Unterweisungen setzen genau hier an. Sie greifen reale Situationen auf, beziehen die Mitarbeitenden aktiv ein und werden regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern ein dauerhaftes Verständnis für Risiken zu schaffen.
Ein wichtiger Ansatz besteht darin, gewohnte Abläufe bewusst zu hinterfragen. Tätigkeiten, die über lange Zeit als unkritisch wahrgenommen wurden, werden neu betrachtet und bewertet. Diese gezielte Veränderung der Wahrnehmung ist entscheidend, um bestehende Routinen aufzubrechen und sicherheitsbewusstes Verhalten zu fördern.
Gleichzeitig sollte deutlich werden, dass das Verhalten jedes Einzelnen im Arbeitsalltag eine zentrale Rolle spielt. Bereits kleine Anpassungen – etwa bei der Anordnung von Akkus oder beim Umgang mit auffälligen Geräten – können einen wesentlichen Beitrag zur Risikoreduzierung leisten.
Gefährdungsbeurteilung als Grundlage für Unterweisungen
Die Gefährdungsbeurteilung bildet die zentrale Grundlage für wirksame Unterweisungen im Umgang mit Lithium-Akkus. Nur wenn typische Situationen im Betrieb systematisch erfasst und bewertet werden, können Unterweisungen zielgerichtet und praxisnah gestaltet werden.
Im Fokus stehen dabei insbesondere die konkreten Einsatz- und Ladesituationen im Betrieb. Dazu gehört die Frage, wo Akkus geladen und gelagert werden, wie viele Akkus gleichzeitig im Einsatz sind und unter welchen räumlichen Bedingungen dies erfolgt. Ebenso relevant ist die unmittelbare Umgebung, etwa durch vorhandene Materialien oder die Anordnung von Arbeitsplätzen.
Aus diesen Betrachtungen lassen sich konkrete Anforderungen und Maßnahmen für den Betrieb ableiten. Dazu zählen klare Zuständigkeiten, Regelungen für den Umgang mit beschädigten oder auffälligen Akkus sowie die Überprüfung, ob bestehende Maßnahmen im Alltag tatsächlich umgesetzt werden.
Die Gefährdungsbeurteilung sollte dabei nicht als einmalige Aufgabe verstanden werden, sondern als fortlaufender Prozess. Veränderungen im Betrieb – etwa durch neue Geräte, zusätzliche Ladeplätze oder angepasste Abläufe – können das Risikoprofil erheblich beeinflussen und machen eine regelmäßige Überprüfung erforderlich.
Für die Unterweisung bedeutet dies, dass Inhalte nicht statisch bleiben dürfen, sondern kontinuierlich an die tatsächlichen Gegebenheiten im Betrieb angepasst werden müssen.
Typische Schwachstellen im Betrieb
In der Praxis zeigen sich häufig ähnliche Schwachstellen: ungeplante Ladebereiche, hohe Akkudichte, fehlende Zuständigkeiten und unbeaufsichtigte Ladeprozesse. Diese Strukturen entstehen meist nicht bewusst, sondern entwickeln sich schrittweise aus dem Arbeitsalltag heraus. Gerade weil sich diese Abläufe über längere Zeit bewährt haben, werden sie selten hinterfragt. Für Mitarbeitende stellen sie eine normale Arbeitssituation dar. Genau hier liegt jedoch ein zentraler Ansatzpunkt für Unterweisungen: Sie sollten gezielt an diesen typischen Schwachstellen ansetzen und bestehende Gewohnheiten kritisch hinterfragen.
Auf dieser Grundlage lassen sich konkrete organisatorische Maßnahmen ableiten. Dazu gehören insbesondere klar definierte Ladebereiche, eine Begrenzung der gleichzeitig vorhandenen Akkumengen sowie eindeutige Zuständigkeiten für den Umgang mit Ladeplätzen und Auffälligkeiten. Ergänzend dazu spielen technische Maßnahmen eine wichtige Rolle. Sie unterstützen die organisatorischen Strukturen, indem sie Risiken physisch begrenzen und gleichzeitig sichtbar machen. Dadurch wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch das Verhalten im Arbeitsalltag beeinflusst.
Durch eine getrennte und geschützte Anordnung wird die Übertragung eines Ereignisses auf benachbarte Akkus reduziert.
Ein zusätzlicher Vorteil technischer Maßnahmen liegt in ihrer unmittelbaren Wirkung auf das Verhalten. Sichtbare Strukturen erleichtern die Umsetzung sicherer Arbeitsweisen und unterstützen Mitarbeitende dabei, sich im Alltag an klaren Vorgaben zu orientieren.
Analyse und Optimierung eines Ladebereichs
In einem Werkstattbereich wurden regelmäßig mehrere Lithium-Akkus gleichzeitig geladen. Die Ladeplätze hatten sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und waren nicht systematisch geplant, sondern schrittweise aus dem Arbeitsalltag heraus entstanden. Im Rahmen einer Analyse wurden typische Schwachstellen sichtbar. Dazu gehörten eine hohe Anzahl gleichzeitig geladener Akkus, geringe Abstände zwischen den einzelnen Geräten sowie die unmittelbare Nähe zu brennbaren Materialien. Zudem fehlte eine klare Struktur des Ladebereichs, sodass sich im Alltag improvisierte Lösungen etabliert hatten.
Auf dieser Grundlage wurden gezielte Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten die Einrichtung eines festen und klar definierten Ladebereichs, die Reduktion der gleichzeitig geladenen Akkumenge sowie die Anpassung der bestehenden Unterweisungen an die tatsächlichen Gegebenheiten im Betrieb. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Einbindung der Mitarbeitenden in diesen Prozess. Durch die gemeinsame Betrachtung der bestehenden Situation entwickelte sich ein deutlich höheres Risikobewusstsein. Mitarbeitende begannen, ihre Arbeitsumgebung eigenständig kritischer zu hinterfragen und aktiv zur Verbesserung beizutragen.
Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass insbesondere die Kombination aus organisatorischen Änderungen und angepassten Unterweisungen maßgeblich zur Verbesserung beigetragen hat. Die Unterweisung wurde dabei nicht nur als Informationsvermittlung verstanden, sondern als Instrument, um Verhalten im Arbeitsalltag nachhaltig zu beeinflussen.
Unterweisungen als Schlüssel zu einem sicheren Umgang
Lithium-Handheld-Akkus sind aus dem betrieblichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Gerade ihre Selbstverständlichkeit führt jedoch dazu, dass Risiken häufig nicht bewusst wahrgenommen werden. Unterweisungen sind ein zentrales Instrument, um diese Wahrnehmung zu verändern. Sie ermöglichen es, aus alltäglichen Situationen bewusst erkannte Gefährdungen zu machen und sicheres Verhalten im Arbeitsalltag zu etablieren. Ihr Potenzial entfalten sie jedoch nur dann, wenn sie praxisnah gestaltet sind und sich an realen Arbeitsbedingungen orientieren. Mitarbeitende müssen in die Lage versetzt werden, ihre eigene Arbeitsumgebung kritisch zu hinterfragen und klare Handlungssicherheit zu entwickeln.
Für Brandschutzbeauftragte bedeutet dies, Unterweisungen aktiv zu gestalten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Sie sind nicht nur ein verpflichtender Bestandteil des Arbeitsschutzes, sondern ein wirksames Instrument zur Gestaltung sicherer Arbeitsprozesse. Im Zusammenspiel mit Gefährdungsbeurteilung, organisatorischen Strukturen und technischen Maßnahmen entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der nachhaltig zur Reduzierung von Brandrisiken beiträgt. Gerade im Umgang mit den vielen kleinen Akkus im Betrieb zeigt sich, dass Brandschutz nicht allein durch Technik entsteht, sondern vor allem durch bewusstes und verantwortungsvolles Handeln im Arbeitsalltag.
Literatur
[1] DGUV Information 205-041: Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien
[2] Martens & Prahl: Lithium-Ionen-Akkus – Brandrisiko https://martens-prahl-luebeck.de/lithium-ionen-akkus-brandrisiko
Die Autorin
Ruth Bartels
Ruth Bartels ist Professorin an der Hochschule Kaiserslautern und beschäftigt sich mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen im industriellen Umfeld. Im Wintersemester 2025/26 begleitete sie im Rahmen einer Praxisphase bei der 3S Technologies GmbH die Markteinführung einer sicherheitstechnischen Lösung für den Umgang mit Lithium-Akkus im Betrieb. Dabei lag der Fokus insbesondere auf praktischen Herausforderungen in Werkstätten, Servicebereichen und Lagern sowie auf präventiven Maßnahmen im betrieblichen Brandschutz.